Pflichtschulungen

Wissen über §§ 42/43 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) dient Arbeitgebern und Beschäftigten nicht nur dazu, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Vielmehr stellt das IfSG als System meldepflichtiger Infektionen unseren Gesundheitsschutz seit dem Jahr 2001 auf eine ganz neue Basis. Diese Wiederbelehrung ist für viele Bereiche alle 2 Jahre verpflichtend wie zum Beispiel für den Lebensmittelbereich und für Küchen von Gemeinschaftseinrichtungen. Hygiene betrifft Ihr gesamtes Personal! Aber welche Lebensmittel sind betroffen, und wann gilt ein Tätigkeitsverbot? Welcher Zusammenhang besteht zwischen Abfallentsorgung und Hygiene? Wie ist die Zusammenarbeit Ihres Betriebs mit dem Gesundheitsamt geregelt? Dieser praxisnahe Kurs vermittelt Ihnen Wissenswertes über Mikroorganismen und Krankheitserreger bei Lebensmitteln und – viel wichtiger – wie sie deren Ausbreitung im "Keim" verhindern können, sodass Infektionen gar nicht erst entstehen.
Die korrekte Flächenreinigung und die Flächendesinfektion haben in der Pflege sowie überall im Gesundheitswesen eine zentrale Bedeutung, wenn es darum geht, Infektionsketten zu unterbrechen und die Infektionsgefährdung durch Flächen und Gegenstände zu unterbinden. Aber was ist eigentlich der Unterschied zwischen Reinigung und Desinfektion? Welche Wischverfahren sollten hierbei angewendet werden und was ist bei der Flächendesinfektion im Lebensmittelbereich oder bei meldepflichtigen Erkrankungen zu beachten? Können Mikroorganismen etwa Resistenzen gegenüber den eingesetzten Desinfektionsverfahren bilden? Spannende Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhalten Sie in dieser Schulung. Daher ist dieser Kurs seitens des Gesetzgebers verpflichtend einmal pro Jahr. Damit Sie Ihre verantwortungsvolle Aufgabe rund um die Gesundheit der Menschen immer gewissenhaft erfüllen können.
HIV, Hepatitis und Tuberkulose gehören mit zu den häufigsten Infektionskrankheiten. Wie genau werden sie aber übertragen, was für Symptome treten auf, welche Präventionsmaßnahmen gibt es und welche hygienerelevanten Maßnahmen sind bei Betroffenen zu beachten? Von diesen Erkrankungen hören wir immer mal wieder und möglicherweise haben wir auch einige Vorurteile gegen manche Krankheiten, da in der Vergangenheit verschiedene Fälle auch bereits in der Öffentlichkeit thematisiert wurden.
Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt klare Empfehlungen zum Ausbruchsmanagement und zum strukturierten Vorgehen beim gehäuften Auftreten nosokomialer Infektionen. Darunter versteht man eine Infektion, die sich Patienten bei einer medizinischen Maßnahme zuziehen, zum Beispiel im Krankenhaus. Dieser Kurs basiert auf Erfahrungen aus dem Salmonellenausbruch 2007, dem EHEC-Ausbruch 2011 sowie auf unseren jüngsten Erfahrungen mit der Corona-Epidemie. Als Hygieneverantwortliche*r in einer Pflegeeinrichtung erlangen Sie das Wissen, Ausbrüche von Infektionen zu erkennen und bereits im Vorfeld Strukturen in Ihrer Einrichtung zu optimieren. Sie lernen die Phasen kennen und Ausbrüche abschließend zu bewerten. Ein Muss für Einrichtungsleiter*innen und Hygieneverantwortliche.
Wo fängt Personalhygiene an? Was sind gute Gewohnheiten und richtiges Verhalten? Welche Aspekte sind für eine gute Personalhygiene unumgänglich? In dieser Schulung erhalten Sie eine Übersicht aller wichtigen Faktoren zum Thema Personalhygiene (Basishygiene).
Noroviren-Ausbrüche sind immer wieder in den Medien präsent. Die Berichterstattungen reichen von Ausbrüchen in Gemeinschaftseinrichtungen, über Kreuzfahrtschiffe und bis hin zu tiefgefrorenem Obst, welches mit Noroviren kontaminiert ist. Aber warum genau verbreiten sich die Viren so rasend schnell? In dieser Schulung erlernen Sie alles Relevante zu Präventions- und auch Isolationsmaßnahmen oder Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen bzw. frischen Ihr Wissen zu diesem Thema auf, um ein Ausbruchsgeschehen zu vermeiden, da Sie sinnvolle Hygienestrukturen sofort in die Wege leiten. In diesem Zusammenhang wird ebenfalls das Thema Clostridien besprochen.
Multi-Resistente-Erreger (MRE) sind Bakterien, bei denen bestimmte Antibiotika wirkungslos geworden sind. Diese Bakterien bleiben in der Regel zunächst unbemerkt auf der Haut, Schleimhaut (insbesondere im Nasen-Rachen-Raum) oder im Darm. Das heißt die können weder gesehen, noch gerochen oder geschmeckt werden. MRE sind nicht häufiger krankmachend als nicht-resistente Bakterien. Im Falle einer Infektion sind MRE aber schwieriger zu behandeln, da die gängig eingesetzten Antibiotika nicht mehr wirksam sind. Zu den MRE gehören folgende Vertreter: Methicilinresistenter Staphylococcus aureus (MRSA), Multiresistente gramnegative Stäbchen (MRGN, z.B. E. coli, Pseudomonas aeruginosa, ESBL-Bakterien) und Vancomycinresistente Enterokokken (VRE). In dieser Schulung lernen sie, welche Hygienemaßnahmen die Richtigen sind und wie sie am sinnvollsten in Ihrer Einrichtung umgesetzt werden. Häufige Fragen sind: Ist eine Isolierung notwendig? Welche Schutzkleidung benötige ich? All diese Fragen klären wir mit Ihnen.